Zweitstudium

Pedro war es ein Rätsel, warum Emilia nun ausgerechnet noch ein Chemiestudium beginnen musste. Emilia nannte es “Emanzipation”. Pedro nannte es “burrada!”. Die beiden Jungs nannten es “burrada!”, weil ihr Vater es so nannte.

Pedro hatte die Kollegen auf der Baustelle darüber reden hören, dass Frauen in Emilias Alter nicht selten solche Anwandlungen hatten. Sie wollten sich “selbstverwirklichen” und nicht nur “zwischen Kindern, Küche und Ehebett gefangen” sein. Wenn das Pedros Mutter – Gott habe sie selig! – noch miterlebt hätte. Nicht auszudenken! Weiterlesen

Gegenbewegung

Heute ist der siebte Oktober, noch vierundzwanzig Tage bis November, und ich habe mich entschieden. Inspiriert und angespornt durch meinen Freund modomiro habe ich mich entschieden, am diesjährigen nanowrimo - dem National Novel Writing Month – teilzunehmen. Ich werde – so jedenfalls der Plan und die hoffentlich nicht nur vorübergehend feste Absicht – zwischen dem 1. und 30. November einen Roman von mindestens 50.000 Wörtern schreiben. Wozu? Ganz simpel: Um damit anzufangen. Es geht nicht darum, einen Bestseller zu schreiben oder überhaupt irgendwas zu schreiben, das als fertiges Buch bezeichnet werden könnte. Einen Monat lang soll gelten: Quantität statt Qualität. Masse statt Klasse. Ziel ist, die kreativen Kräfte zu (re-)mobilisieren und den nun schon seit Jahren immer weiter in den Dschungel der Verklemmtheit beschrittenen Weg maximaler Verkopftheit zu verlassen – und sei es nur für diesen einen Monat. Wenn zufällig etwas Brauchbares dabei herauskommt, gut. Aber sich darüber keine Gedanken zu machen, steht zunächst im Vordergrund. Weiterlesen

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