78 Tage nach den 30 Tagen. 294 Seiten Manuskript. Noch ganz warm aus dem Copyshop-Drucker. Spannender als die Story selbst: Woher nehme ich die Zeit zum Überarbeiten?
Das Leben und das Schreiben
Wehe dem, der im Sturme der Leidenschaft noch mit den Spitzfindigkeiten einer klügelnden Vernunft zu kämpfen hat.
FRIEDRICH SCHILLER
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Mit Fenchel und Chicorée. Konzentriert und produktiv am Schreibtisch sitzen, dabei gesund und gut gelaunt bleiben und das Hirn mit möglichst vielen Nährstoffen versorgen. Was könnte hilfreicher sein als gutes Essen? – wobei gut meint: leicht, schnell, (weitgehend) regional und lecker. Eine ziemlich perfekte Kombination in den Wintermonaten: Fenchel- und Kartoffelchips mit Chicorée-Salat.
Für den Salat:
Chicorée
Ziegenkäse
Zitrone
Salz, schwarzer Pfeffer, Sesamöl
Für die Chips:
Kartoffeln
Fenchelknolle
Thymian
Salz, schwarzer Pfeffer, Chili, Olivenöl
Kartoffeln und Fenchel in möglichst dünne Scheiben schneiden und auf einem Backblech mit Backpapier auslegen. Mit Olivenöl beträufeln. Salzen. Frisch gemahlenen Pfeffer, Chili und ein paar Zweige Thymian darauf und bei 200° ca. 30 Minuten (oder einfach solange, bis die Kartoffelchips knusprig sind) im Backofen grillen. Währenddessen den Chicorée waschen, eventuell die bittere Mitte entfernen, zerkleinern und mit den übrigen Zutaten mischen.
Die Fenchelknolle schmeckt ein bisschen nach Lakritz und ist reich an Vitamin C, Kalium, Calcium und Magnesium. Fenchel stärkt das Immunsystem, bindet freie Radikale und wirkt blutfettsenkend. Seine Ballaststoffe in Kombination mit ätherischen Ölen (vor allem Anethol) entwässern den Körper und entgiften den Darm.
Chicorée enthält vor allem die Vitamine A, B1/2, C, ebenfalls Kalium, Calcium und Magnesium in einer Kombination, die die Blutbildung unterstützt und sich positiv auf den Muskel- und Nervenstoffwechsel auswirkt. Auch Chicorée wirkt entgiftend. Der Ballaststoff Inulin soll vor Darmkrebs schützen. Vitamin A hilft den bildschirmgeplagten Augen bei der Regeneration. Ebenfalls enthalten: Lactucin ein opiatähnlicher Stoff, der das Nervensystem beruhigt und das Hirn nach getaner Arbeit dabei unterstützt, das Schlafhormon Melatonin zu bilden.
Aufrecht
Am letzten Abend des Jahres saß J. mit angezogenen Knien auf der Bordsteinkante und rauchte. Die Silvester-Party hinter ihr war bereits in vollem Gange. Auf der Straße war es still – noch eine Stunde lang, bis Mitternacht. Der Rauch der Zigarette stieg in den klaren Nachthimmel. Sie blickte herunter an das Ende der Straße und sah eine dunkle Gestalt, die alle paar Meter zwischen den Lichtkegeln der Straßenlaternen, wieder in der Dunkelheit verschwand. Ein ziemlich großer Kerl, der vermutlich noch rechtzeitig vor Mitternacht seine Party erreichen wollte.
J. schnippte ihre Zigarette weg und nahm einen Schluck Wodka aus dem Wasserglas neben ihr. Obwohl es ansonsten vollkommen still war und der Mann zügig näher kam, waren keine Schritte zu hören. Weiterlesen →









